Freie Wähler präsentieren sich am Samstag mit einem thematisch interessanten Flyer

Wirtschaftskraft schafft Spielräume 
Die Wirtschaft ist die Basis unseres Wohlstandes und finanzielle Grundlage aller öffentlichen Dienstleistungen. Wir müssen vorhandene Betriebe fördern und Chancen für Neuansiedlungen nutzen. 
Dass dieser Grundsatz in die richtige Richtung weißt, zeigt sich deutlich im Gebiet Bachhalde, in dem inzwischen mehrere Hundert Arbeitsplätze entstanden sind. Wir, die Freien Wähler, haben diese Entwicklung auch gegen den heftigen Widerstand anderer Fraktionen im Gemeinderat stets gefördert.
Ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist es – endlich – den Großen Forst, als letztes großes Gewerbegebiet zu nutzen. Auch hier werden vorhandene Betriebe neue Möglichkeiten finden, sowie Neuansiedlungen stattfinden. Bei diesem Thema haben wir Freien Wähler stets die Auffassung vertreten, dass die wirtschaftliche Entwicklung in der hochentwickelte Region Stuttgart für uns erste Priorität haben muss. 
In der Vergangenheit war die Ausweisung von neuen Baugebieten eine Haupteinnahmequelle für den städtischen Haushalt. Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Heute werden neue Wohnquartiere vor allem unter den Aspekten: „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ und „Städtische Verdichtung“ geplant. Das ist auch richtig, da eine weitere Versiegelung von Flächen auf das absolut Notwendigste beschränkt werden muss. Bei der Bebauung im Wörthareal können diese Vorgaben ideal berücksichtigt werden. Hinzu kommt in diesem Fall, dass eine Gewerbebrache sehr sinnvoll in stadtnahen Wohnraum umgenutzt werden kann. Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler hat sich auch in diesem Fall unbeirrt von den richtigen Leitlinien nicht abbringen lassen. 
In einem aufwändigen und aufreibenden Prozess wurde ein Kompromiss gefunden, der der Freiraumgestaltung zwischen Steinach und Neckar mehr Raum gibt als ursprünglich geplant.

Schulstadt und Hochschulstadt – Tradition und Verpflichtung 
Bildung ist ein wichtiges Kapital. Deshalb sind unsere Schulen ein wertvolles Gut. Die Tradition als Schulstadt ist uns Verpflichtung. Die unberechenbare Schulpolitik der verschiedene Landeregierungen der letzten Jahre, hat für den Schulträger, die Kommune, unberechenbare Auswirkungen Die Stadt als Schulträger wird vor die Tatsache gestellt, dass Hauptschulen geschlossen werden und damit leere Schulgebäude entstehen und Realschulen und Gymnasien übervoll sind. Aber auch diese Situation kann sich wieder sehr schnell ändern, da mit der Einführung der Gemeinschaftsschule wieder alle auf den Kopf gestellt wird und eine Planung damit nicht sinnvoll möglich ist. Die Freien Wähler plädieren deshalb dafür Reformen in diesem Bereich langfristiger anzulegen und gut vorzubereiten.
Nürtingen ist Hochschulstandort, der in den nächsten Jahren noch gestärkt werden soll. Der geplante Neubau in der Sigmaringer Strasse wird den Standort Nürtingen weiter stärken. Deshalb muss alles Notwendige unternommen werden, damit die Planung möglichst reibungslos umgesetzt werden kann.
Für mehr Wohnraum für die Studenten ist es erforderlich zentrumsnah z.B. ein Studentenwohnheim einzuplanen.
Die Faklultät Stadtplanung der Fachhochschule sollte noch stärker in die Arbeiten um die Stadtentwicklungsplanung integriert werden. Diese einmalige Chance sollte sich die Stadt Nürtingen nicht entgehen lassen.

Bürgerbeteiligung 
Die Bürgerbeteiligung ist gleichzeitig ein sehr aktuelles und sehr umstrittenes Thema. 
Die Bürgerbeteiligung kann den Gemeinderats der Aufgabe, zum Wohle der Stadt Entscheidungen zu treffen, nicht entheben. Ansonsten würde die repräsentative Demokratie auf dieser kommunalen Ebene ausgehebelt und überflüssig.
Was eine frühzeitige, ebenfalls repräsentativ organisierte Bürgerbeteiligung kann, ist die sachliche Entscheidungsgrundlage verbessern, das gesamte Wissen und die ganze Kreativität der breiten Bevölkerung mit in den Entscheidungsprozess einbringen. Eine „gute Bürgerbeteiligung“ erhöht die Akzeptanz für getroffene Entscheidungen maßgeblich.


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