Freie Wähler laden am 10. April zu einer Informationsveranstaltung über Schulentwicklung ein

Kein landespolitisches Thema hat in den vergangenen Monaten für so viel Zündstoff gesorgt, wie der Kurs der grün-roten Landesregierung in der Schulpolitik. Die Abkehr vom bewährten dreigliedrigen Schulsystem mit dem langfristigen Ziel, die Gemeinschaftsschule fest zu etablieren sorgt für Aufregung im Landtag, an den Schulen, in den Gemeinderäten und vor allem bei den Eltern. Es stellt sich mehr und mehr Frage, um was geht es eigentlich: Um die politische Wirkung oder um das Wohl künftiger Schülergenerationen? 

Begriffe und Fragen wie „Hat die Realschule noch Zukunft“, ist die Gemeinschaftsschule ein Rezept bei sinkenden Schülerzahlen, sollen Gemeinschaftsschulen eine gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II) erhalten, wie ist die künftige Lehrerversorgung usw. beunruhigen Schulen, Kommunen und Eltern.
Die in Arbeit befindliche Schulentwicklungsplanung der Stadt gibt für die örtliche Situation noch keine abschließenden Antworten. Zu Recht will man in dieser substanziellen Frage nicht in Hektik verfallen, sondern die Entwicklung im Land beobachten. Dank ihres umfassenden Schulangebots besteht für die Stadt noch kein Zugzwang. Andererseits gilt es, sich frühzeitig umfassende und objektive Informationen zu verschaffen.
Zur Information für die Entscheidungsträger und die interessierte Öffentlichkeit lädt die Gemeinderatsfraktion Freie Wähler am

10. April, 20 Uhr (Saalöffnung 19,30 Uhr)
in den Panoramasaal der Stadthalle K3N

ein. Kompetente Referenten gewährleisten eine umfassende und sachorientierte Darstellung dieses komplexen Themas.

Frau Irmtraud Bock, Verwaltungsdirektorin beim Gemeindetag Baden-Württemberg wird die Gemeinschaftsschule aus Sicht der Schulträger und des Gemeindetags beleuchten. Dabei werden die Finanzierung der neuen Schulart, die Ausstattung mit Schulräumen und die angelaufene regionale Schulentwicklung beleuchtet.
Dr. Günther Klein, Leiter des Staatlichen Schulamts Nürtingen (mit Sitz am Nürtinger Schlossberg!) wird die Gemeinschaftsschule aus pädagogischer Sicht erläutern. Hier werden die pädagogische Konzeption, das gemeinsame Lernen, die Notengebung, Ausstattung der Schule, Klassengröße usw. im Vordergrund stehen. Auch die Zukunft der Realschule wird zur Sprache kommen.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Baden-Württemberg durchgeführt. Dessen Bildungsleiter, Friedhelm Werner, wird den Abend moderieren.

Die Bürgerschaft ist herzlich eingeladen.


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