Stellungnahme Freie Wähler Nürtingen

Fertigstellung der Umgestaltung der Fußgängerzone durch 2. Bauabschnitt ist notwendig.

Ein wichtiges Diskussionsthema der Bürger der Stadt ist zur Zeit, die Umgestaltung des Schillerplatzes, beziehungsweise die Realisierung des 2. Bauabschnitts der Fußgängerzone.

Nach vielen Gesprächen mit den Bürgern an Infoständen und bei anderen Gelegenheiten und nach intensiven Beratungen in unserer Fraktion, haben wir Freien Wähler in Nürtingen einige für uns wichtige Eckpunkte für die Umgestaltung für notwendig befunden.
Durch eine Neugestaltung des Schillerplatzes soll eine Verbesserung der Nutzbarkeit des Platzes für alle interessierten Bürger und auch für Veranstalter und andere gewerbliche Nutzer umgesetzt und gleichzeitig ein finanziell sinnvoller Rahmen eingehalten werden.
Hauptnutzer des Platzes sind die Bürger und Gäste der Stadt, die sich natürlich vor allem vom Frühling bis in den Herbst hinein, gerne auf den bestehenden, schattigen Sitzgelegenheiten des Platzes gemütlich niederlassen und den Platz beleben. Sie suchen vor allem bei den sommerlichen Temperaturen schattige Plätze unter den bestehenden Bäumen auf.

Eine wesentliche Nutzung sind die beiden Wochenmärkte am Donnerstag und Samstag, sowie übers Jahr verteilt weitere Veranstaltungen z.B. des Stadtmarketings, oder beispielsweise das Weindorf und die Musiknacht.
Für diese Nutzungsarten ist der Platz technisch nur unzureichend ausgestattet und bedarf der Aufrüstung.
Eine unverzichtbare Eigenschaft einer neugestalteten Fußgängerzone ist und bleibt die gute Begehbarkeit der Flächen, wie sie im ersten Bauabschnitt bereits sehr gut erreicht wurde.

Dieser Aspekt muss, vor allem unter dem Gesichtspunkt „alternde Gesellschaft“, Bürger mit Rollatoren und Rollstühlen, groß geschrieben werden. Dies gilt ebenso für Familien mit Kinderwagen. Ebenso ist die dadurch sehr gute Erreichbarkeit der Innenstadt von Bedeutung.

Nicht zuletzt ist es uns ein Anliegen, den Bürgern, die sich in der Innenstadt aufhalten und damit für Belebung und auch für Umsatz sorgen, eine öffentlich zugängliche Toilette dringend einzurichten.

Auf Grund der angeführten Rahmenbedingungen haben wir Freie Wähler in Bezug auf die Neugestaltung des 2. Bauabschnittes unsere Ziele folgendermaßen formuliert:
Der 2. Bauabschnitt soll, wie auch der erste, mit einem ebenen, sehr gut begehbaren, farblich abgestimmten Belag, ausgestattet werden.

In dieser Ausbauphase können gleichzeitig an den entsprechenden Stellen die technischen notwendigen Voraussetzungen für Märkte und Veranstaltungen durch die Stadtwerke installiert werden.
Die Bäume an der Kreuzkirche sollen, die Verkehrssicherungspflicht berücksichtigend, so weit wie möglich erhalten werden und durch weitere Bäume, wie im Plan vorgesehen, ergänzt werden, dabei müssen mindestens die gleiche Anzahl schattiger Sitzplätze geschaffen werden.

Den wunderschönen Ochsenbrunnen, möchten wir in der heutigen Form erhalten. Dieser soll ebenfalls im Zuge der Neugestaltung des Belages technisch, durch Erneuerung der Brunnenstube und Entkalkung des Kunstwerkes optisch wieder in Ordnung gebracht werden. Eine Seenlandschaft auf dem Berg, wie es die Planer vorschlagen, erachten wir für unpassend.
Um die Erreichbarkeit der Innenstadt weiter zu verbessern, sprechen wir uns für eine Erweiterung der Bushaltestelle in der Frickenhäuser Straße gegenüber der Mörikeschule, direkt an der Fußgängerzone gelegen, aus.
Nicht zuletzt plädieren wir dringend für einen Anbau einer öffentlichen Toilette an der Kreuzkirche im Anschluss an den bereits bestehenden Toilettenanbau.

Überlegenswert ist der Verzicht auf die geplante Hervorhebung der Kreuzkirche durch die Bildung einer sogenannten Platte, die ebenfalls mit einer besonderen Beleuchtung ausgestattet werden soll.
Diese mögliche Stolperkante wurde auch vom Stadtseniorenrat bemängelt.
Mit diesen Maßnahmen wären, unserer Einschätzung nach, alle Anforderungen an den neu zu gestaltenden Platz erfüllt und gleichzeitig die Finanzen nicht überbelastet.

Für die Freien Wähler in Nürtingen
Dr. Otto Unger, Dr. Michael Brodbeck, Prof. Klaus Fischer, Jürgen Balz, Achim Maier


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